Faden
Fäden, Garn, Zwirn, Roter Faden
Ein Faden ist dünn und unscheinbar, und doch hält er ganze Kleider zusammen. Die Sprache steckt voller Bilder mit ihm: Man verliert den Faden, sucht den roten Faden, hält die Fäden in der Hand oder hängt an einem seidenen Faden. Als Traumbild fragt er, was die Teile deines Lebens miteinander verbindet und wie fest diese Verbindung ist. Ein glatter, langer Faden spricht für Zusammenhang und Übersicht. Ein verknoteter oder gerissener zeigt Stellen, an denen etwas durcheinandergeraten ist.
Traumvarianten
- An einem losen Faden ziehenDu zupfst an einem Fädchen am Pullover, und plötzlich löst sich eine Masche nach der anderen. Eine kleine Frage zieht größere Kreise als gedacht. Lass den Faden kurz los und schau dir an, was schon aufgegangen ist.
- Ein Knäuel aus verhedderten FädenAlles ist ineinander verschlungen, kein Anfang ist zu finden. Viele Aufgaben oder Gefühle haben sich verwickelt. Nimm dir ein einziges Ende vor und lass die anderen so lange liegen.
- Mitten im Satz den Faden verlierenDu redest und weißt plötzlich nicht mehr, was du sagen wolltest. Zu viele Gedanken laufen gleichzeitig, und einer reißt ab. Besinn dich auf das, was dir am wichtigsten ist, dann findest du zurück.
- An einem dünnen Faden hängenNur ein feiner Faden hält dich über der Tiefe. Eine Sache steht auf der Kippe, und du spürst, wie wenig sie trägt. Sorge für eine zweite Sicherung, damit nicht alles an einer Stelle hängt.
Verwandte Symbole
- NadelEine Nadel ist winzig und kann doch viel: Sie hält Stoff zusammen, steckt einen Saum ab…
- NähenNähen ist geduldige Handarbeit: Stich für Stich werden Stoffteile verbunden, Risse…
- StrickenStricken geht langsam: Masche für Masche wächst aus einem einzigen Faden ein Schal, ein…
- SeilEin Seil verbindet, sichert und hält zusammen, was sonst auseinanderfallen würde.
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