Ekel
Sich ekeln, Ekelgefühl, Abscheu, Widerwille
Ekel ist ein uraltes Schutzgefühl: Er lässt uns zurückweichen, bevor wir etwas Verdorbenes anfassen oder in den Mund nehmen. Im Schlaf richtet er sich selten nur gegen Schmutz. Häufiger gilt er einer Lage, einem Tonfall oder einem Verhalten, das dir innerlich widerstrebt. Der Traum lenkt den Blick darauf, wo du dich abgrenzen möchtest und ob du diese Grenze im Alltag deutlich genug ziehst. Manchmal betrifft der Ekel auch etwas an dir selbst; dann hilft ein freundlicher Blick mehr als Strenge.
Traumvarianten
- Sich vor einem Essen ekelnAuf dem Teller liegt etwas, das du nicht anrühren magst. Dir wird etwas vorgesetzt, das du nicht schlucken willst, etwa eine Meinung oder eine fremde Entscheidung. Du darfst ablehnen.
- Sich vor einem Menschen ekelnEin Mensch rückt dicht an dich heran, und alles in dir sträubt sich. Dein Gefühl markiert eine Grenze, die überschritten wird. Sie gilt, auch wenn du sie nicht sofort begründen kannst.
- Sich vor sich selbst ekelnDu blickst an dir herunter und magst nicht, was du siehst. Ein Verhalten oder ein Gedanke passt nicht zu deinem Bild von dir. Mit Nachsicht lässt sich daran eher arbeiten als mit Abscheu.
- Den Ekel überwindenDu fasst etwas an, das dich eben noch abgestoßen hat, und es ist halb so schlimm. Eine Hemmschwelle sinkt, und du wagst dich an eine Aufgabe, um die du lange einen Bogen gemacht hast.
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