Ebbe
Ebbe und Flut, Gezeiten, Niedrigwasser, Tide
Kein Mensch kann die Ebbe aufhalten oder beschleunigen; sie kommt und geht im Takt von Mond und Erde. An der Küste richtet man deshalb seinen Tag nach dem Gezeitenkalender. Im Traum spiegelt sie den Wechsel zwischen Fülle und Leere und erinnert daran, dass beides seine Zeit hat. „Bei mir herrscht Ebbe“, sagt man, wenn Ideen, Vorräte oder Kräfte knapp werden. Dieser Zustand gehört zu einem Kreislauf, in dem die Flut genauso ihren Platz hat.
Traumvarianten
- Boote liegen schief im SchlickIm Hafen sitzen die Kutter auf dem Grund und neigen sich zur Seite. Du kommst nicht weiter, weil die Umstände dich gerade nicht tragen, nicht weil dir etwas fehlt. In dieser Pause lässt sich am Rumpf ausbessern, was sonst unter Wasser liegt.
- Das Wasser weicht vor dir zurückDu gehst auf das Meer zu, doch es zieht sich immer weiter fort. Ein Mensch oder ein Ziel scheint sich zu entfernen, je mehr du dich bemühst. Bleib stehen und lass Raum; manches findet von selbst den Weg zurück.
- Etwas Verlorenes im Sand findenWo sonst Wasser steht, liegt ein Gegenstand, den du lange vermisst hast. In einer stillen, leeren Phase taucht ein vergessener Wunsch wieder auf. Heb ihn auf und prüfe, was er dir heute bedeutet.
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